Kraken hat am 15. Juni 2026 CFTC-regulierte Perpetual Futures in den USA gestartet. Berechtigte US-Kunden können die Kontrakte laut offizieller Mitteilung auf Kraken Pro handeln. Für Leser in Europa ist der Schritt vor allem ein Marktstruktur-Signal: Ein Produkt, das lange stark mit Offshore-Börsen verbunden war, rückt weiter in regulierte US-Infrastruktur.
Kurz gesagt: Kraken US-Perpetuals sind live, aber der Start ist keine allgemeine Freigabe für alle Anleger und kein europäisches Retail-Angebot.
Kraken stellte den Start CFTC-regulierter Perpetual Futures für berechtigte US-Kunden in Aussicht.
Kraken bestätigte den Livegang auf Kraken Pro über eine regulierte US-Derivate-Struktur.
Was Kraken offiziell bestätigt
Nach Angaben von Kraken werden die Kontrakte auf Bitnomial gelistet, einer CFTC-regulierten Börse, die zur Kraken-Mutter Payward gehört. Angeboten werden sie über NinjaTrader Clearing LLC d/b/a Kraken Derivatives US, einen bei der CFTC registrierten Futures Commission Merchant und NFA-Member.
Zum Start nennt Kraken große Kryptoassets wie BTC, ETH, SOL, XRP, ADA, LINK, DOGE, LTC und AVAX. Die Perpetual Futures haben kein klassisches Ablaufdatum und nutzen eine achtstündige Funding-Rate, die den Kontraktpreis näher am zugrunde liegenden Marktpreis halten soll.
Die Grenze für europäische Anleger
Der wichtigste Punkt ist die Verfügbarkeit. Die Mitteilung bezieht sich ausdrücklich auf berechtigte US-Kunden. Daraus folgt keine direkte Öffnung für deutsche oder europäische Privatanleger. Für BITNOW24-Leser ist deshalb nicht der Zugang selbst entscheidend, sondern die Richtung: US-Plattformen bauen Krypto-Derivate zunehmend innerhalb regulierter Strukturen aus.
Der regulatorische Haken
Perpetual Futures bleiben Hochrisiko-Derivate. Hebel kann Gewinne und Verluste vergrößern, und Kraken weist selbst darauf hin, dass Futures-Handel nicht für jeden Anleger geeignet ist. Regulierung bedeutet hier nicht, dass das Produkt risikoarm ist. Sie beschreibt vor allem den Handelsrahmen und die beteiligten regulierten Stellen.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Bei komplexen Krypto-Sachverhalten sollten Anleger ihre individuelle Situation fachlich prüfen lassen.
Fazit
Kraken macht aus einem angekündigten US-Derivateprodukt einen bestätigten Livegang. Der Schritt ist kurz berichtenswert, weil er den Trend zu regulierten Onshore-Krypto-Derivaten verstärkt, ohne die bekannten Grenzen bei Eignung, Risiko und regionaler Verfügbarkeit aufzuheben.

