CFTC erleichtert Krypto-Perpetual Futures unter Auflagen

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Was die CFTC offiziell erlaubt

Die US-Derivateaufsicht CFTC erleichtert regulierten Terminbörsen den Umbau bestehender Krypto-Perpetual-Style-Futures in echte Krypto-Perpetual Futures. Die No-Action-Position gilt nur unter Bedingungen und ist kein Freibrief für alle Krypto-Derivate.

Kurz gesagt: US-Börsen können bei bestehenden digitalen Rohstoff-Kontrakten die Ablaufdaten entfernen, müssen dabei aber Kunden mit offenen Positionen informieren, Ausstiegsmöglichkeiten geben und Risikohinweise liefern.

29. Mai 2026
CFTC klärt GrundsatzfrageDie Behörde beschreibt, wie bestimmte Perpetual Contracts im regulierten US-Terminmarkt eingeordnet und gelistet werden können.

12. Juni 2026
No-Action Letter veröffentlichtDie CFTC schafft einen befristeten Pfad, um bestehende Perpetual-Style-Kontrakte ohne Ablaufdatum fortzuführen.

30. Juni 2026
Relief läuft ausDie No-Action-Position gilt laut Behörde nur bis zu diesem Datum.

Der Kern der No-Action-Entscheidung

Die Division of Market Oversight der CFTC reagiert auf Anfragen von Bitnomial Exchange und Coinbase Derivatives. Beide wollten bestehende Perpetual-Style-Futures auf digitale Rohstoffe so ändern, dass die festen Ablaufdaten entfallen.

Laut CFTC dürfen regulierte Designated Contract Markets solche Änderungen sofort umsetzen, wenn sie die Bedingungen des Staff Letter erfüllen. Dazu gehören Feedback von Marktteilnehmern mit offenen Positionen, mindestens fünf Kalendertage Vorlauf, eine Möglichkeit zum Schließen bestehender Positionen, passende Risikohinweise und die Vorgabe, keine weiteren wesentlichen Vertragsbedingungen zu ändern.

Warum der Schritt zählt

Für Krypto-Derivate ist der Schritt vor allem ein Marktstruktur-Signal. Perpetual Futures waren lange stärker mit Offshore-Handelsplätzen verbunden. Die CFTC zeigt nun, unter welchen Grenzen bestehende US-regulierte Kontrakte näher an echte Perpetual Futures herangeführt werden können.

Für europäische Leser ist wichtig: Das ist keine MiCA-Entscheidung, keine EU-Zulassung und keine Aussage zur Verfügbarkeit solcher Produkte in Deutschland. Relevant ist die Entwicklung trotzdem, weil sie zeigt, wie US-Aufsicht und regulierte Börsen mit riskanten Krypto-Derivaten umgehen.

Was für Anleger offen bleibt

Offen bleibt, welche Börsen die Erleichterung konkret nutzen und wie Marktteilnehmer mit offenen Positionen auf Vertragsänderungen reagieren. Ebenfalls begrenzt ist der Anwendungsbereich: Die No-Action-Position gilt nicht pauschal für alle Assets, sondern für bestehende Perpetual-Style-Futures auf digitale Rohstoffe im Rahmen der CFTC-Vorgaben.

Fazit

Die CFTC schafft keinen grenzenlosen Perpetual-Markt, sondern einen kurzen, regulierten Übergangspfad. Für Anleger zählt deshalb weniger die Schlagzeile „Perps erlaubt“, sondern die Einschränkung: befristet, auf digitale Rohstoffe bezogen und an Kundenschutzauflagen gebunden.

Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Bei komplexen Krypto-Sachverhalten sollten Anleger ihre individuelle Situation fachlich prüfen lassen.

Quellen

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BITNOW24 Redaktion

BITNOW24 Redaktion berichtet über Kryptowährungen, Regulierung und Marktentwicklungen mit Fokus auf Deutschland und den DACH-Raum.

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